Von Heiko Hartung
Foto: Philipp Ziesenis (Mitte) wird von Tobias Wöhlk (links) und Tjade Enskonatus (rechts) in die Sportlerrente geschickt.
Philipp Ziesenis (Mitte) wird von Tobias Wöhlk (links) und Tjade Enskonatus (rechts) in die Sportlerrente geschickt. Quelle: Fremdfotos/eingesandt
 
 
Der zweifache Deutsche Meister der Bootsklasse Match-Race MS11 wurde 27 Jahre alt – das ist die Altersgrenze in dieser reinen Jugendsportart.

Offiziell verabschiedet wurde Ziesenis aber bereits Anfang des Monats bei seinen letzten nationalen Titelkämpfen in Esslingen. Dort gewann der Celler noch einmal die Vizemeisterschaft – hinter seinem Cousin und Vereinskameraden Niklas Luckmann. „Bei der Siegerehrung wurde ich plötzlich gesondert aufgerufen und von den Verantwortlichen aus dem aktiven Sport verabschiedet“, erzählt Ziesenis, der mit seiner Frau Jennifer Kirsten inzwischen bei Berlin lebt. Zu den Klängen von „Time to say goodbye“ wurde er von seinen Clubkameraden Tobias Wöhlk und Tjade Enskonatus auf einem Rollator vom Podest geschoben. „Da musste ich mir schon ein paar Tränen aus den Augen wischen“, gibt der gelernte Elektriker zu.

 
 

„Auch wenn man im Rennen allein im Boot sitzt, war Philipp immer ein Teamplayer – und musste sich jeden Erfolg hart erarbeiten“, meint sein Vater, der YCC-Sportwart Ulf Ziesenis, anerkennend. Er erinnert sich auch noch gut an die erste Deutsche Meisterschaft seines Sohnes im Schlauchbootmanövering 2005 in Berlin. „Philipp war total aufgeregt. Da hat ihm sein erfahrener Clubkamerad Martin Effenberg eine Kastanie als Glücksbringer in die Hand gedrückt.“ Von da an bewies Ziesenis in Dutzenden Rennen fast immer ein glückliches Händchen.

Quelle: Cellesche Zeitung

   
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