Tourismus auf die Aller bringen!


Der Aller-Konvoi erreichte gestern mit 18 Booten den Celler Hafen. Hier wurde er vom
Yacht-Club Celle in Empfang genommen. Mit Musik und Festakt wurde der Vereinsgeburtstag gefeiert und in die Zukunft der Allerinsel geblickt. Ordentlich Andrang gibt es im Celler Hafen schon mal, aber so voll wie gestern ist es nur selten: Mit 18 Schiffen lief der Aller-Konvoi ein. "Wir wollten das demonstrativ hier machen", sagt der Vorsitzende des Yacht-Club Celle (YCC), Werner Leineweber. Denn: "Wir wollen mehr Tourismus auf die Aller bringen." So sollte der Aller-Konvoi auch ein Zeichen setzen: "Die Aller ist befahrbar."

 

 












 

 




Das ist sie tatsächlich - allerdings nur für 18 der eigentlich 28 Boote des Aller-Konvois. "Zehn mussten leider in Verden bleiben", berichtet der Vorsitzende. Der Grund ist das Nadelöhr der Aller: "In Rethem betrug der Wasserstand heute morgen nur 1,20 Meter." Da hat das ein oder andere Boot dann doch etwas mehr Tiefgang.           

                                                                                                                                                

 

 

 

 

 

 

Seit Mittwoch war der Konvoi schon unterwegs, er kommt aus Verden. Mai ist eine gute Zeit, um auf der Aller zu reisen. Ursprünglich wollte der Konvoi jedoch die Elbe befahren. Als daraus nichts wurde, meldete sich der YCC zu Wort. Und tatsächlich: Die Aller bekam den Zuschlag.
Lange Zeit hat der Verein um die Zukunft seines Hauses in der Hafenstraße gebangt. Zum vierzigsten Geburtstag des YCC verkündete der Sportausschuss ein kleines Geburtstagsgeschenk: Zwar wird das bisherige Vereinsgelände den neuen Bebauungsplänen zum Opfer Fallen. Aber: Sowohl YCC wie auch DLRG bleiben im Hafengebiet. Wenige 100 Meter östlich wird neu gebaut.
                                                                                                         
                                                                                                
Trotzdem gefällt der Umzug nicht jedem. Schließlich verkündete Leineweber diese Neuigkeit an einer für den Verein historischen Stelle: Schon seit 40 Jahren erhebt sich im Hafen der Segelmast. Heute neigt er sich ein wenig dem Hafenbecken zu – der Boden senkt sich merklich ab.

Stolz zeigten sich die Vereinschefs vor allem auf ihre Jugendarbeit. Sportwart Ulf Ziesenis kann aus den letzten fünf Jahren von mehreren Weltmeistern im Geschicklichkeitsfahren berichten, außerdem zahlreichen Erfolgen bei nationalen Wettbewerben. "Wir haben die stärkste und erfolgreichste Jugendgruppe in Niedersachsen", beansprucht Leineweber für seinen Verein. Mit acht Jahren können die Nachwuchsskipper anfangen, für Boote mit bis zu 15 PS brauchen sie noch keinen Führerschein.

Besonders spannend laut Ziesenis: die neue MS11-Klasse. Der wendige blaue Flitzer könnte optisch auch als kleines Überschallflugzeug durchgehen. Tatsächlich preschen die Jung-Kapitäne mit ihnen über das Wasser, im Celler Hafen und an der Schleuse bei Oldau werden Parcours aufgebaut, wird Slalom gefahren.

Leineweber pochte weiterhin auf gute Zusammenarbeit mit den Planern der Stadt Celle. Er erinnerte an ein Zitat vom "ersten" (Alfred Drews) 1. Vorsitzenden des Vereins. Der hatte beim fünfjährigen Vereinsgeburtstag gesagt: "Und wenn wir einst unseren Verein der Jugend, unseren Nachkommen übergeben, werden wir daran gemessen, was wir getan und was wir nicht getan haben."

Autor: Isabell Prophet, geschrieben am: 18.05.2012

 

   
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